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Kirche im Wandel

Quelle: EKHNLogo ekhn2030
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DARUM GEHT ES

Die Gesellschaft verändert sich und die Kirche sucht Wege in die Zukunft. Die Kirchenleitung legte der Kirchensynode (dem Parlament unserer Landeskirche) im Frühjahr 2019 die Ergebnisse der Freiburger Studie zur Entwicklung der Kirchenmitgliederzahlen und zum Kirchensteueraufkommen vor. Deren Ergebnisse sagen der Evangelischen Kirche in Hessen und Nassau (EKHN) bis zum Jahr 2060 einen Rückgang der Mitgliederzahlen um bis zu 50% voraus. Wichtigste Ursache ist laut Studie neben der demographischen Entwicklung das Aus- und Eintrittsverhalten, insbesondere von Mitgliedern im Alter von 20 bis 35 Jahren.

DAS SIND DIE ZIELE

Unter dem Titel »ekhn2030« wurde deshalb von der Landeskirche ein Prozess zur Kirchenentwicklung gestartet – mit folgenden Fragen:

  • Wie können wir unter veränderten Bedingungen Menschen mit der Botschaft von Gottes Liebe erreichen und sie als Mitglieder gewinnen bzw. halten?
  • Welche Maßnahmen und Veränderungen können dazu beitragen, die EKHN als »öffentliche und offene Kirche nahe bei den Menschen« weiter zu entwickeln?
  • Wo können und müssen wir Mittel einsparen?

DIE HERAUSFORDERUNGEN

Berechnungen kommen zu dem Ergebnis, dass es bis zum Jahr 2030 notwendig sein wird, die Ausgaben der EKHN um 140 Mio. € zu reduzieren. Jedes 2. Gemeindehaus muss abgegeben werden. Nicht mehr benötigte Pfarrhäuser werden anderweitig genutzt. Die Gebäude der kirchlichen Kindergärten sollen in die finanzielle Verantwortung der Kommunen übergehen.

 

 

DIE KONSEQUENZEN

Die Fusion der beiden Heuchelheimer Kirchengemeinden war nur ein erster Schritt. In Zukunft sollen alle Kirchengemeinden einem Nachbarschaftsraum angehören, in dem sie ihre Arbeit in »Verkündigungsteams« organisieren (zu denen Pfarrer, Gemeindepädagogen und hauptamtliche Kirchenmusiker gehören). Der Nachbarschaftsraum organisiert seine Verwaltung zentral und nutzt die reduzierte Anzahl der Gebäude gemeinsam und effektiv. Dabei ist für ein »Verkündigungsteam« eine Mindestgröße von drei vollen Stellen über das Jahr 2030 hinaus fest geschrieben. Diese Vorgabe erreichen wir als Martinsgemeinde allein bei weitem nicht.

DAS STEHT JETZT AN

Als Martinsgemeinde können wir uns dem »Nachbarschaftsraum Gießen-Mitte-West« anschließen, oder wir gehen mit dem »Nachbarschaftsraum Biebertal« zusammen, der von Rodheim bis Frankenbach reicht. Die Dekanatssynode Gießen hat die Aufgabe, bis Ende 2024 einen verbindlichen Plan der Nachbarschaftsräume zu beschließen.

Wir müssen konkrete Lösungen für die Nutzung und Finanzierung unserer Gemeindehäuser finden, die für unsere Gemeindearbeit weiterhin gute Möglichkeiten bieten.

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