Was wäre ein Gottesdienst ohne Orgelmusik? Damit Sie sich das erst gar nicht vorstellen müssen, greift in der Martinsgemeinde Jörg R. Becker in die Tasten. Hier zieht er alle Register - die der Orgel und die seines Könnens.
Er selbst beschreibt seine Aufgabe so: "Wenn ich meinen Dienst versehe, so sehe ich dies als Gottesdienst an. Der Bezug der Musik zu ihrem Inhalt, der Text eines Liedes sind für mich Ausgangspunkt für die Interpretation der Musik. So nimmt neben der Freude am Musizieren auch die ursprüngliche Bedeutung der Musik eine zentrale Rolle in meinem Dienst ein. Ebenso wichtig ist für mich jedoch auch der Kontakt mit der Gemeinde, für die ich diesen Dienst versehe."
Wenn Sie Lust haben sich unsere beiden Orgeln in direktem vergleich anzuhören kommen sie doch zum
Wandelkonzert - Alte Orgel-Neue Orgel
Klangliche Vorstellung der beiden Orgeln der alten und neuen Martinskirche in Heuchelheim bei Gießen. Die räumliche Nähe der beiden Orgeln in den beiden direkt nebeneinader errichteten Kirchen der Gemeinde ermöglicht die Gegenüberstellung zweier völlig unterschiedlicher Klangvorstellungen zu verschiedenen Epochen des Orgelbaus: Zum einen die hochromantische Orgel mit den original erhaltenen Registern wie Aeoline und Vox coelestis, daneben die sich an norddeutschen Vorbildern orientierende mechanische Schleifladenorgel aus dem Jahr 1977. Mit kurzen Stücken werden die klanglichen Besonderheiten der Instrumente hervorgehoben und einander gegenübergestellt. Hierzu werden Orgelwerke von Buxtehude, Bach, Mendelssohn Bartholdy, Brosig, aber auch Werke zeitgenössischer Komponisten erklingen. Weitere Infos Die ev. Martinsgemeinde Heuchelheim verfügt über zwei Kirchen: Die historisch sehr bedeutsame alte Martinskirche enthält Bauteile, die bis in das 13. Jahrhundert zurückgehen (Turm), der Chor stammt aus dem 14. Jhdt., das Schiff aus dem 16. Jhdt. Zu den wertvollsten Ausstattunggegenständen gehört der Marienaltar aus der Zeit um 1450, der die Reformation unbeschadet überstanden hat und nach langjähriger Restaurierung wieder seine alte Wirkung ausstrahlt. Hinter einem historischen Prospekt der Frankurter Wegmann/Köhler-Werkstatt von ca. 1755 steht seit 1925 ein hochromantisches Orgelwerk der Licher Werkstatt Förster & NIcolaus mit 13 klingenden Registern. Das original erhaltene Instrument hat sich seine klangliche Schönheit der Erbauungszeit unverändert erhalten können. In unmittelbarer Nachbarschaft - verbunden durch einen gemeinsamen Eingangsbereich - wurde in den 70er Jahren eine neue, deutlich größere Kirche errichtet, in die ebenfalls die Werkstatt Förster & Nicolaus 1977 eine neue Orgel mit 2 Manualen und 20 klingenden Registern errichtete, ein Instrument im Geiste der Orgelbewegung. Nicht nur auf die klanglichen Unerschiede, sondern gerade auch auf die technisch völlig unterschiedliche Anlage der beiden Instrumente kann hier eingegangen werden. Man kann damit auch ein Stück Werkstattgeschichte der Licher Orgelbauwerkstatt Förster & Nicolaus erfahren.
|
 |
Jörg R. Becker
|
Seit März 2008 habe ich die Leitung des Heuchelheimer Kirchenchores übernommen und sicherlich haben Sie mich zusammen mit dem Chor bereits einmal bei einem Gottesdienst gesehen. Obwohl ich also schon einige Zeit in der Gemeinde aktiv bin, möchte ich heute die Gelegenheit nutzen, mich Ihnen einmal kurz vorzustellen. Ich bin 40 Jahre alt, verheiratet und habe zwei 4 und 7 Jahre alte Kinder. Hauptberuflich bin ich als Grundschullehrerin tätig, zur Zeit jedoch noch zur Kindererziehung beurlaubt. Zum Dirigieren kam ich durch die Förderung meines ehemaligen Musiklehrers, und so besuchte ich 1986/87 die Chorleiterschule des Hessischen Sängerbundes in Marburg. Seitdem habe ich bei verschiedenen Chören Erfahrungen sammeln dürfen, darunter auch einige Kirchenchöre. Obwohl mein besonderes Interesse der "alten Musik" gilt, ist es mir bei meiner Arbeit mit dem Chor ein besonderes Anliegen, eine möglichst große Bandbreite an Literatur abzudecken. Und so möchte ich mit dem Chor genauso romantische und zeitgenössische Sätze einstudieren und aufführen, wie auch immer die "alten Meister" vertreten sein werden. Wenn es möglich ist, erweitere ich die Besetzung auch gerne um Instrumente, wodurch auch eine größere Bandbreite des Klangspektrums erreicht werden kann. Das Miteinander der verschiedenen musikalischen Gruppen in der Heuchelheimer Gemeinde biete sich hierzu an und die se Zusammenarbeit liegt mir ebenso am Herzen. Ich freue mich natürlich auch immer über Resonanz - sowohl aus dem Chor wie auch aus der Gemeinde. Und wenn meine Arbeit mit dem Chor Sie dazu bewegt, einmal bei uns vorbei zu schnuppern, dann können Sie dies an jedem Mittwoch Abend um 20.00 Uhr im Gemeindehaus gerne tun. Sie sind herzlich willkommen, unsere gemeinsame Chorarbeit aktiv zu unterstützen!
Herzliche Grüße Ihre Heike Becker
|
 |
|