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Die Sakramentsnische

Die um 1500 an der Nordseite entstandene Sakramentsnische mit ihrem später aufgemalten Barockrahmen ist ein eigentümliches, für den Kirchenbesucher ungewohntes Gebilde.

Aus der Fläche ragt ein lebensvoll wirkender Porträtkopf in den Kirchenraum. Das schlanke Gesicht hat einen Oberlippenbart, auf dem vollen Haar trägt der Mann eine helmartige rote Kopfbedeckung. Links und rechts davon sind zwei kleine rundliche Köpfe gemalt und darunter zwei wie auf einer Brüstung liegende Hände, die zu der Porträtfigur gehören könnten. Die rechteckige Fläche unter dem Bogen oberhalb der eigentlichen Nische ist mit einer von lockerer Hand ausgeführten mehrfarbigen Bemalung versehen, die wie ein Teppichmuster aussieht.

Der phantasievolle Betrachter kommt auf den Gedanken, daß ein Orientale einen Teppich an einer Stange hält und auf diese Weise das in der Nische befindliche heilige und wertvolle Gerät verdeckt. Der Kopf könnte aber auch, wie Dr. Zwingel vermutete, die Personifizierung eines Ungläubigen sein, der voller Heilsverlangen in das Kirchen-innere blickt.

Vielleicht gehörte der Kopf zu einer alten zerstörten Statue, wurde beim Bau des Chors in die Wand eingefügt und blieb so der Nachwelt erhalten. Die Umrahmung der Sakramentsnische sitzt auf einer Stütze, die aus drei Rundstäben mit einem ornamentierten Fuß besteht.

 

Die Sakramentsnische



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